Standardleistungen => Wechseljahre (Klimaterium)

Wechseljahre sind, wie der Name es schon sagt, Jahre, in denen sich ein Lebenswandel
( Wechsel ) im weiblichen Organismus vollzieht. Beginn, Verlauf und Ausmaß der Veränderungen können sehr unterschiedlich sein. Zirka ein Drittel aller Frauen sind durch starke Beschwerden massiv in ihrer Lebensqualität eingeschränkt. Ein Drittel verspürt nur leichte Symptome und ein Drittel äußert keinerlei Beschwerden. Dabei sind Wechseljahre nicht  mit Alterungsprozesse zu verwechseln, da diese vornehmlich langsam und kontinuierlich ablaufen, das Klimakterium jedoch auch plötzlich einsetzen kann.

Wechseljahrsbeschwerden

Durch den Abfall von Östrogenen (Eierstockfunktion lässt nach!) während des Klimakteriums kann es sowohl zu vegetativen als auch zu degenerativen Veränderungen kommen.
Dabei treten die vegetativen Veränderungen relativ schnell auf. Degenerative Veränderungen können sich auch erst nach einigen Jahren manifestieren.
Häufige vegetative Veränderungen können sein:

  • Hitzewallungen, Schweißausbrüche
  • Unruhe, Nervosität, Stimmungsschwankungen, Herzrasen
  • Kopfschmerzen, Leistungsabfall
  • Schlafstörungen, zunehmende Erschöpfung

Häufige degenerative Veränderungen können sein:

  • Trockene, überempfindliche Scheide, die beim Geschlechtsverkehr schmerzt und häufig Scheidenentzündungen hervorruft
  • Trockene, dünne Haut und zunehmender Haarausfall
  • Ständiger Harndrang mit Inkontinenz
  • Knochenschwund ( Osteoporose )
  • Gefäßverkalkungen ( Arteriosklerose )
  • Demenz ( Morbus Alzheimer )
Um vor allem den langfristigen degenerativen Veränderungen rechtzeitig vorzubeugen, sollten frühzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Folgende Möglichkeiten könnten in Betracht kommen:

  1. Hormonersatztherapie ( HRT )
  2. Naturheilverfahren/ Ganzheitliche Medizin
  3. Gesunde Ernährung (Kalziumreiche Ernährung)
  4. Nikotinverzicht
  5. Mäßiger Alkoholkonsum
  6. Vitamin und Mineralstoffeinnahme
  7. Gewichtsreduktion
  8. Regelmäßige Ausübung von Sport

Hormonersatztherapie ( HRT )

Die HRT spielt in der Behandlung von klimakterischen Beschwerden immer noch eine zentrale Rolle. Auch wenn die Medien in regelmäßigen Abständen für massive Verunsicherungen der Frauen sorgen, so hat diese Therapie doch ein günstiges Nutzen-Risiko-Profil, wenn die Behandlung rechtzeitig begonnen wird.
Bei einem großen Teil der Frauen mit HRT werden bereits innerhalb der ersten 2-4 Wochen klimakterische Beschwerden deutlich gelindert oder verschwinden gänzlich.
Bevor wir eine Hormonersatztherapie empfehlen und beginnen, werden wir mit Ihnen immer ein intensives Gespräch sowie eine eingehende Beratung unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen und individuellen Situation durchführen.
Außerdem sind eine gynäkologische Untersuchung sowie eine eventuelle Blutuntersuchung unerlässlich. Ein Nutzen und Risiko wird immer gemeinsam abgewägt.

Naturheilverfahren (Phytotherapie/Homöopathie)

In den letzten Jahren äußern immer mehr Frauen den Wunsch nach alternativen Therapiemöglichkeiten  zur Hormonersatztherapie. Dabei spielen die naturheilkundlichen Verfahren sowie die Homöopathie eine immer größere Rolle.
Im Rahmen der persönlichen Beratung gehen wir gerne jederzeit auf dieses Thema ein und sind immer offen für einen primären Einsatz von naturheilkundlichen Therapeutika zur Behandlung von vegetativen Beschwerden.
Die so genannten „ PFLANZLICHEN  ÖSTROGENE“ befinden sich in Sojaprodukten, in Rotklee und Traubensilberkerze.
Kritisch anmerken muss man allerdings, dass hinsichtlich Wirksamkeit und Verträglichkeit bei Langzeitanwendung keine derzeit gesicherten wissenschaftlichen Daten vorliegen.