Weitere Leistungen (IGEL = Individuelle GEsundheitsLeistungen)

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Schwangerschaft

Zusatzuntersuchungen innerhalb der Mutterschaftsvorsorge sind Untersuchungen, die nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden, da sie in den Mutterschaftsrichtlinien nicht vorgesehen sind.

3D/4D Ultraschall

Für viele werdende Eltern ist es etwas ganz Besonderes, bereits vor Geburt ihres Kindes sehen zu können, wie ihr Kind einmal aussehen wird. Plastisch bewegte 3D Bilder des eigenen Kindes vor Geburt zu besitzen und zeigen zu können, war einst etwas Unvorstellbares, jedoch heute nichts Unmögliches mehr.
Es ist einfach fantastisch mit einem der modernsten Ultraschallgeräte unserer Praxis Ihr heranwachsendes Baby zu beobachten und begleiten zu können.
Unter optimalen Bedingungen (gute Sichtverhältnisse, ausreichend Fruchtwasser, gute Lage des Kindes etc. ….) halten wir für Sie mit Hilfe der 3D/4D Technik wunderschöne und unvergessliche Momente von Ihrem ungeborenen Kind fest. Damit Sie alles detailliert und großformatig mitverfolgen können, haben wir für Sie einen großen  Flachbildschirm an der Wand montiert.
 
Die Bilder oder auch Videosequenzen erhalten Sie zur Erinnerung auf einer CD.


 

 

 
Ultraschall (zusätzlich zu den 3 Screeningultraschallen)

Zusätzlich zu den 3 routinemäßig vorgesehenen Ultraschalluntersuchungen haben Sie bei uns die Möglichkeit weitere Ultraschalle (zum Beispiel in vierwöchigen Abständen) zu erhalten.
Der Nutzen dieser Zusatzuntersuchungen besteht darin, dass Sie eine engere Kontrolle über Entwicklung und Wachstum Ihres Kindes bekommen und bei Auffälligkeiten weitere Untersuchungen unverzüglich veranlasst werden können.
Wir verwenden dafür ein hoch auflösendes Ultraschallgerät, bei dem sowohl die Möglichkeit der Farbdoppleruntersuchung als auch der 3D/4D-Aufnahmen besteht.

Ersttrimesterscreening (Nackenfaltenmessung)

Das Risiko für Trisomie 21 (Down-Syndrom oder Mongolismus) steigt mit zunehmenden mütterlichen Alter an.
Diesem Gendefekt liegt das dreifache statt zweifache Vorkommen des Chromosoms 21 zugrunde. Jedoch sind nur in etwa 30% der Fälle von Trisomie 21 die Frauen älter als 35 Jahre. Die meisten Kinder mit Down-Syndrom werden von Frauen unter 35 Jahren geboren.
In der nachfolgenden Tabelle können Sie die Wahrscheinlichkeit für Trisomie 21 bei der Geburt entnehmen.

Mütterliches Alter Wahrscheinlichkeit
 20 Jahre
 25 Jahre
 30 Jahre
 32 Jahre
 34 Jahre
 36 Jahre
 38 Jahre
 40 Jahre
 42 Jahre
 44 Jahre
 1 von 1.526
 1 von 1.352
 1 von 658
 1 von 594
 1 von 446
 1 von 280
 1 von 167
 1 von 97
 1 von 55
 1 von 30 

Das Ersttrimesterscreening (Nackenfaltenmessung) stellt die Grundlage zur individuellen Risikoberechnung von Trisomie 21, 13 und 18 dar. Optimaler Zeitpunkt ist die 12.-14. Schwangerschaftswoche. In diesem Untersuchungszeitraum wird die Messung der kindlichen so genannten Nackentransparenz  (Flüssigkeitsansammlung im Nacken) durchgeführt.
Je breiter die Nackentransparenz gemessen wird, um so größer steigt das Risiko für eine genetische oder andersartige Erkrankung des Kindes. In einzelnen Fällen kann eine verbreiterte Nackentransparenz aber auch eine völlig unauffällige Schwangerschaft bedeuten.
Um jedoch eine präzise Risikoberechnung durchführen zu können, sollte zusätzlich zu der Nackenfaltenmessung der Wert PAPP-A (ein Eiweißstoff) sowie das freie ß-HCG (Schwangerschaftshormon) im mütterlichen Blut mitbestimmt werden.
Die Nackentransparenzuntersuchung ermöglicht risikofrei für Mutter und Kind eine sehr genaue individuelle Risikoabschätzung (bis zu 90%) und kann entscheidend dazu beitragen, Ihnen eine Entscheidungshilfe für oder gegen eine invasive Diagnostik wie die Fruchtwasseruntersuchung zu geben.
Sie stellt jedoch keine Alternative zur Fruchtwasseruntersuchung dar und kann Ihnen auch keine definitive Aussage geben.
Um die Messung auf einem höchsten technischen Standart zu halten, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein:

1. Ein hoch auflösendes Ultraschallgerät muss auf jeden Fall zur Verfügung stehen.
2. Eine große Erfahrung des Untersuchers ist absolut entscheidend.

Beide Voraussetzungen sind in unserer Praxis erfüllt. Frau Dr. Cremer wurde von der Fetal Medicin Foundation Deutschland für das Ersttrimesterscreening zertifiziert.
(www.fmf-deutschland.info)
Jährliche strenge Überprüfungen durch die FMF-Deutschland im Sinne einer Qualitätssicherung garantieren eine gleich bleibende hohe Qualitätssicherung.

Alpha Fetoproteinmessung

Mittels der Alpha Fetoproteinmessung (Eiweißkörper aus dem Dottersack und der kindlichen Leber) aus dem mütterlichen Blut kann das Risiko für Neuralrohrdefekte ermittelt werden.
Neuralrohrdefekte sind schwere Fehlbildungen des Zentralnervensystems, die mit dem Leben nicht vereinbar sind. Eine frühzeitige Folsäureeinnahme zu Beginn der Schwangerschaft kann das Risiko für diese Störungen bis zu 80% senken.
Ein Beispiel dafür wäre die Spina bifida (Offener Rücken) mit schweren neurologischen Störungen. Die Messung erfolgt optimalerweise in der 16.-18. Schwangerschaftswoche.

Organultraschall/Farbdopplersonographie

Der so genannte "Große Ultraschall"
(Organultraschall mit Farbdopplersonographie) wird in der Regel zwischen der 20. und 23. Schwangerschaftswoche durchgeführt.
Er ermöglicht eine weiterführende, differenzierte Organdiagnostik des Kindes. Die Kosten werden nur in besonderen medizinischen Fällen von den Krankenkassen übernommen.
Der Organultraschall erfordert ein qualifiziertes Wissen in der Pränatalmedizin DEGUM II und entsprechende Hochleistungsultraschallgeräte.
Diesbezüglich arbeiten wir mit einem renommierten pränatal medizinischen Zentrum in Düsseldorf zusammen.

Toxoplasmose

Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die über Katzenkot oder Verzehr von rohem Fleisch auf den Menschen übertragen wird. Die Erstinfektion in der Schwangerschaft stellt das größte Risiko für das ungeborene Kind dar.
Da die werdende Mutter zu diesem Zeitpunkt noch keine Antikörper gegen Toxoplasmoseerreger besitzt, können vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft schwere Schädigungen des kindlichen Gehirns entstehen.
Ebenso sind Fehlgeburten keine seltene Folge der frischen Toxoplasmoseinfektion.
Jährlich werden etwa 2000 Kinder mit einer erworbenen Toxoplasmose in der Schwangerschaft geboren. Diese leiden meist unter einer schweren geistigen Behinderung oder eines stark gestörten Sehvermögens.
Da die Toxoplasmoseinfektion kaum Symptome macht, ist durch eine mütterliche Blutuntersuchung eine frische Infektion aufdeckbar und kann durch eine Antibiotikatherapie behandelt werden.
Wir raten Ihnen deshalb wie folgt der Toxoplasmose vorzubeugen:

1. Vermeiden Sie den Kontakt mit Katzen und verzehren Sie kein rohes Fleisch
   (Mett/Tartar).
2. Sollten Sie eine Katze besitzen, lassen Sie die Katzentoilette durch eine andere
    Person reinigen.
3. Lassen Sie zu Beginn der Schwangerschaft und im letzten Drittel (eventuell auch
    im 2. Drittel) Ihr Blut auf Toxoplasmoseantikörper kontrollieren.

TSH-Test

Eine normal funktionierende Schilddrüse während der Schwangerschaft ist eine entscheidende Voraussetzung für die kindliche Entwicklung.
Schilddrüsenfunktionsstörungen können Ursache häufiger Fehlgeburten sein. Sie können aber auch zu Intelligenzdefiziten des Kindes führen.
Mittels eines so genannten TSH-Tests kann zu Beginn einer Schwangerschaft eine normale Schilddrüsenfunktion festgestellt werden.

Diabetes-Screening

Ein Gestationsdiabetes (Zuckererkrankung in der Schwangerschaft) stellt eine Risikoschwangerschaft dar. Die Kinder sind meist übergewichtig, aber dennoch unreif. Es können Komplikationen während der Geburt auftreten. Schon leicht erhöhte Blutzuckerspiegel können zu Fehlgeburten, Frühgeburten und Wachstumsstörungen führen.
Durch die routinemäßigen Mutterschaftsvorsorgeuntersuchungen kann ein gestörter Zuckerstoffwechsel nicht entdeckt werden. Mit Hilfe eines speziellen Zuckertests (Oraler Glucosetoleranztest) ist ein Gestationsdiabetes frühzeitig erkennbar und behandelbar.

Streptokokkenabstrich

30% aller Schwangeren besitzen Streptokokken im Genitalbereich. Wir empfehlen in der 36. – 38. Schwangerschaftswoche die Durchführung eines Vaginalabstriches auf Streptokokken.
Bei der Geburt kann es zu einer Übertragung dieser Erreger auf das Neugeborene kommen. Diese lösen wiederum entweder innerhalb der ersten beiden Lebenstage oder nach 7-10 Tagen eine schwere Erkrankung beim Kind aus. Die kindliche Sterblichkeit unmittelbar nach Geburt ist somit sehr hoch.
Beim Nachweis von Streptokokken kann durch eine kurzfristige Gabe von Penicillin unter der Geburt die Übertragung auf das Kind verhindert werden.
Die Penicillinprophylaxe ist immer dann anzuraten, wenn zusätzlich eine Frühgeburt droht, Fieber unter der Geburt oder ein vorzeitiger Blasensprung auftritt oder die Schwangere bereits ein Kind mit Streptokokkeninfektion nach Geburt hatte.
Es ist durchaus ratsam, auch Frauen ohne Risikofaktoren bei Nachweis von Streptokokken eine kurzfristige antibiotische Therapie unter der Geburt zu verabreichen.